22. Dezember 2006

Woher kommen die Jugendlichen?

Diese Frage ist uns schon öfters gestellt worden. Wenn man die Bilder der Jugendlichen ansieht, hat man nicht den Eindruck, als ob sie aus armen Verhältnissen kommen. Sie sehen aus wie die Jugendlichen von nebenan.
Dazu muss man wissen, dass in Argentinien - ähnlich wie in Chile - die Menschen aus den Armenvierteln sich immer sauber und anständig anziehen, wenn sie in die Stadt gehen. Bei den Jugendlichen sorgen die Mütter dafür. Man sieht in diesen Ländern die Armut fast nicht. Das ist z.B. in Peru oder Bolivien ganz anders. Dort kann man die Armut nicht übersehen.

Unsere Jugendlichen stammen aus der "Villa miseria", die von Griselda, der Sozialarbeiterin, fotografiert worden ist. Es sind allerdings nicht die Wohnungen der Jugendlichen. Wir hoffen, dass wir von dort direkt von den Jugendlichen Fotos bekommen werden. Wahrscheinlich werden die Wohnungen etwas besser aussehen, weil z.B. der dritte Mann einer Mutter ein erfolgreicher Einbrecher ist. Er sitzt jetzt zwar im Gefängnis, aber die Mutter hat die Waren sofort in Geld umgesetzt und damit die Wohnung eingerichtet.

19. Dezember 2006

7. Encuentro 7.12.06

Seit den ersten Bildern sind 7 bzw. 8 Treffen vergangen und die Jugendlichen haben schon große Fortschritte gemacht. Wir haben vor allem an dem Thema "Portrait" gearbeitet und sie haben gelernt, wie sie mit den verschiedenen technischen Möglichkeiten der Kamera umgehen können. Sie haben aber auch gelernt, wie Portraits gestaltet werden können.

In dieser Sitzung hatten wir die Aufgabe gegeben, Paare zu bilden und sich gegenseitig in unterschiedlichen Rollen oder Zuständen (nachdenklich, ärgerlich usw.) zu fotografieren. Das hat nicht nur zu schönen Fotos geführt, sondern auch zum Nachdenken über die Posen und über sich selbst. Sie begannen zum ersten Mal über sich zu sprechen - eines unserer Ziele.




Auch hier bitte wieder auf das Foto klicken, um in das Web-Album zu gelangen.

1. Encuentro con los chicos 31.10.06

1. Encuentro 31.1006
Das Motto eines Argentinischen Projekts:
Kamera und Mate



Um einen Einblick in die Arbeit der Gruppe zu bekommen
und die ersten Fotos der Jugendlichen zu sehen, bitte auf das Bild klicken. Man kommt dann in das Picasa Web-Album, in das verschiedene Fotos eingestellt sind. Sie zeigen den allerersten Anfang, mit allen Fehlern, aber auch der Freude am Fotografieren und am Herumexperimentieren.

Um wieder zurückzukommen, bitte auf den Navigationspfeil des Browsers
klicken.

10. Dezember 2006

Collagen von Fotos bei einem Museumsbesuch

Wir sind mit den Jugendlichen in ein Musem gegangen, in dem Fotodokumente aus der Vergangenheit von Rosario und Geräte und Techniken der Fotografie zu sehen waren. Für die Meisten war das der erste Museumsbesuch in ihrem Leben. Sie waren begeistert und es herrschte eine tolle Stimmung.

Nach dem Besuch haben sie paarweise Aufnahmen gemacht und wir haben für jedes Paar eine Collage ausdrucken lassen. Diese Collagen werden sie von uns zum Abschied bekommen. Hier wollen wir sie auch zeigen.


Aufnahmen von
Debora und Maxi


















Aufnahmen von
Patricia und Leo



















Aufnahmen von
Silvina und Mara

Mate-Trinken - der argentinische Volkssport

Mal etwas Anderes:

So sitzen wir im Team bei unseren "reuniones" und denken über das Projekt nach. Posted by Picasa












Wenn Sie noch mehr über die Sitte des Mate-Trinkens wissen wollen, dann laden Sie sich die folgende Darstellung herunter, die allerdings in Spanisch ist:
http://www.4shared.com/file/19917245/98f2621c/Tomemos_Mate.html

19. November 2006

Beteiligte Jugendliche (vorläufig)

Inzwischen haben sie eine Reihe von Jugendlichen bei uns eingefunden, fast alle wurden von einer Sozialarbeiterin, Griselda, die in der villa miseria tagtäglich arbeitet, eingeladen. Als ein großes Problem, über das ich noch ausführlicher berichten werde, hat sich herausgestellt, dass es äußerst schwierig ist, zu bestimmen, wer einbezogen werden soll und was die Ausschlusskriterien sein könnten.

Um das an ein Beispiel deutlich zu machen:

Klassischerweise wäre der Besitz eines kleinen Hauses im Slum durch die Eltern ein Ausschlusskriterium. In den letzten Jahren ist aber eine Situation eingetreten, dass Familien zwar von ihren Vorfahren vielleicht noch ein kleines Haus besitzen, aber jetzt arbeitslos sind und weder genügend Geld für die anfallenden Steuern noch die alltägliche Nahrung und die notwendige Kleidung haben. Sie müssen zum Essen in öffentlichen Suppenküchen gehen. Kinder aus diesen Verhältnissen haben zwar ein gewisses soziales Kapital, aber keinerlei Zukunft. Die Diskussion um die „neue Armut“ ist auch hier im Gang.

Die nachfolgenden Jugendlichen möchten wir kurz vorstellen. Sie haben in den drei Sitzungen nicht immer alle teilgenommen, haben aber ein Interesse geäußert.

Zunächst sollen zwei Gruppenaufnahmen einen Eindruck von der Gruppe mit einem Teil der Mitarbeiter geben. Es handelt sich um eine Aufnahme, die anläßlich eines Besuchs in einem Museum für Fotografie entstanden ist und eine Aufnahme im Rahmen des ersten Treffens.


Museumsbesuch 17.11.06









Erstes Treffen 31.10.06








Nun die einzelnen Jugendlichen. Zum Teil ist unsere Information über sie noch etwas mager. Wir werden aber die grundlegenden Daten bald von Griselda, der Sozialarbeiterin, erhalten.



Silvina, 17 Jahre











Jacquelina, 15 Jahre
















Patricia, 16 Jahre

















Debora, 18 Jahre alt und im 6. Monat schwanger von Maximiliano mit einem Jungen, der voraussichtlich Alexis heißen wird.
















Maximiliano, 14 Jahre und Vater des zu erwartenden Sohnes von Debora























Mara, 15


















Leo, 17 Jahre

















Kevin, Bruder von Maximiliano, 18 Jahre

15. November 2006

Mitarbeitern und ihre Ziele

Im ersten Treffen, am 24.10.06, haben die anwesenden Mitarbeiter ihre Ziele für die Arbeit im Projekt formuliert. Im Nachfolgenden werden die Mitarbeiter mit Bild und kurzer Kennzeichnung vorgestellt

Argentinisches Team

Anahi Martino :

Professora de theatro, Schauspielerin

metas: vinculos- posibilitadores- gestos - juegos
P/Ñ facilitar – Ind
ependencia

Begann mit der Frage, warum Digitalfotos. Reichte ein Foto rum, das mit einer camera obscura gemacht war. War skeptisch, wollte eigentlich Kunst machen und selbst etwas dabei lernen. Im Verlauf hat sie sich überzeugen lassen. Arbeitet gerne mit Kindern zusammen.


Gise Gobet:

Musiktherapeutin, Capoeiratänzerin, Mitarbeiterin beim CeAC

Mitarbeit: spielerische Kontexte erstellen, in denen Kontakte hergestellt werden können und mit Fotografie kreative umgegangen wird.

metas: sumar herramientos, sumar mirada




Esteban Crincoli:

Schriftsteller, Dichter

metas: sacar una idea de adentro, expresar y monstrar

Arbeitet seit längeren mit Kindern. Ihm geht es darum, dass die Kinder ihr Inneres, ihre Gefühle, Wünsche, Gedanken ausdrücken lernen.




Lucky Silva:

Studentin der Anthropologie – fast fertig.

metas: aprendizaje colectivo

aprendisaje compartido, expresar mundo subjetivo y intendidad social/generacional

Ihr geht es um das Soziale. Möchte, dass die Kinder lernen, sich im Sozialen zurecht zu finden, in der Gemeinschaft wohlfühlen.


Fabian Fraquelli

Fotograf, Künstler, Philosoph, Naturheilkundler

metas: aportar conocimiento de la estetica, enriquecer con el aprendizaje ( filosofia, naturista)

War in Indien und Srilanka, arbeitet jetzt naturheilkundlich, mit Shakra-Energien, Bachblüten usw.

Mitarbeit: Fotografisches Wissen einbringen.

Hat sich bereits jetzt als bester Mitarbeiter und Hilfe Hilfe Ulrike erwiesen. Kann fotografisches Wissen so formulieren, dass es für die Teilnehmer verständlich ist.

Pablo Chufeni:

Ökonom, Eventmanager

metas: poner disponible recursos cumulados, poder ser mejor persona nutricion

Er möchte das das Projekt mit anderen Projekten zusammenbringen, Netzwerke organisieren. Er kennt sich in der Industrie in Rosario aus, könnte auch eine Art von Praktika vermitteln, ev. auch noch Sponsoring- Gelder auftreiben.




Pablo Coro:

Dokumentarfilmer

metas: documentar ( registro de los cambios), producir/ protagonizar ou visionar / editar su propio experiencia

Er möchte einen Dokumentarfilm aus dem Projekt machen. Möchte, dass die Kinder sich von Außen sehen können, ihr eigenes Erleben inszenieren können – als Akteure und als Drehbuchschreiber.






Carina Lo Re:

Musiktherapeutin, langjährige Mitarbeiterin vom CeAC, Projektverantwortliche.

metas: compartir maneras de relacionarse contajiar, generar, recuperar la esperanza

Sie hat schon viel mit Kindern aus armen Verhältnissen gearbeitet. Hat mit ihnen auf der Strasse Jonglieren und Artistik gemacht, in Dörfern „murgas“, d.h. Tanzveranstaltungen, in denen es vor allem auch um freie Bewegung geht.

Melina Baracco:

Psychologin und Forschungsverantwortliche, arbeitet in der Universität im Bereich Gemeindeps

ychologie und ist Koordinatorin der Ar

gentinischen Psychologen, die im Bereich Organtranspende arbeiten.

metas: arte como herramiento posibilitadoro de ander x nuevos caminos, recuperar lo ¿ Ya saben , sostener niveles altos de participacion, participar en construir conjuntamente un mundo mejor





Berliner Team:

Ulrike Bergold:

Fotografin

metas: seguridad en si mismo / expresivos

fotografiar situaciones






Jarg Bergold:

Gemeindepsychologe

hablar con los joveves que vengan

compartir, perspectiva de vivir integrados

red de buenas personas




Außerdem gibt es noch eine Reihe von potentiellen Mitarbeitern, die vor allem in der nächsten Phase aktiv werden wollen. Es handelt sich um:

* Virginia Alvarez, Schauspielerin und Fotografin

* Ramiro Cimadoni, Grafikdesigner, Marketing

* Diego Zubieta, Fotograf und Künstler

* Alejandro Astorquiza, Fotograf

* Lala Auge, Designerin

* Horacio Rodriguez Roldan, Betriebswirt, Unterstützung beim Verkauf

* Gabriela Muzzio, Fotograf

15. Oktober 2006

Projektbeschreibung

„Zukunft Fotografie“

Persönliche Entwicklung und finanzielle Zukunft für Kinder und Jugendliche aus argentinischen Slums

Die ökonomische Situation in Argentinien

In Argentinien leben 21 Millionen Menschen. In der Stadt Rosario mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern leben ungefähr 400.000 Menschen in Armut, das heißt fünf von zehn Einwohnern von Rosario (etwa 50,9 Prozent) sind arm. Etwa 20% davon können sich pro Tag nur einmal eine Mahlzeit leisten. Zwei von zehn leben sogar noch darunter in absoluter Armut, das bedeutet, dass sie nicht einmal die Grundnahrungsmittel zur Verfügung haben und sich nur jeden dritten Tag eine volle Mahlzeit leisten können. In Einkommen bedeutet das, dass eine typische Familie mit einem Ehepaar um die 30 Jahre und zwei Kindern zwischen sieben und neun 861,18 Pesos (etwa 262 EUR) monatlich braucht, um nicht als arm zu gelten. Um nicht als absolut arm zu gelten, müssen sie zumindest 391,44 Pesos (etwa 108,3 EUR) zur Verfügung haben. Trotz einer gewissen ökonomischen Erholung der argentinischen Wirtschaft sind die Probleme für diese Menschen weiterhin sehr groß.

Beteiligte Institutionen

Zwischen dem Institut für Klinische Psychologie und Gemeindepsychologie der „Freien Universität Berlin“ (FUB) und dem Institut für Klinische Psychologie and der „Universidad National de Rosario/Argentina“ (UNR) mit einem angegliederten Gemeindezentrum (CeAC)[1] gibt es seit etwa 15 Jahren einen Austausch von Professoren und Studierenden, welcher der Unterstützung der Arbeit des CeAC dient. In dieser Zusammenarbeit wurde deutlich, dass vor allem Kinder und Jugendliche aus den Slums zunehmend unter dieser Situation leiden. Daher wurde in Kooperation zwischen der „Internationalen Akademie für kreative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie, gGmbH“ (INA) an der Freien Universität Berlin[2] und dem CeAC das folgende Projekt entwickelt, für das wir um Spenden bitten:

Projekt „Zukunft Fotografie“

Ausgangspunkt ist der Befund, dass die Kinder und Jugendlichen kaum Zukunftsperspektiven haben. Sie haben keine ausreichenden Anregungsbedingungen, um persönliche und soziale Kompetenzen zu entwickeln und berufliche Fertigkeiten zu erwerben. Drogen und Kriminalität scheinen häufig die einzigen Alternativen zu sein. Hier setzt das Projekt "Zukunft Fotografie" an. Kindern und Jugendlichen aus den Slums von

Rosario soll die Möglichkeit geboten werden, fotografieren zu lernen und damit eine Perspektive für die Zukunft zu gewinnen. Kennzeichnend für das Projekt ist, dass Persönlichkeitsentwicklung mit der Schaffung einer finanziellen Zukunftsperspektive verbunden und dass ökonomische Nachhaltigkeit angestrebt wird.

Einige Grundsätze

  • Das Projekt wird von einem Team aus Rosario durchgeführt. Dies ist aus sprachlichen Gründen und wegen der Dauer der Projektzeit notwendig. Es soll Kontinuität gewährleistet werden.
  • Alle Beteiligten werden sowohl an dem Praxis- als auch an dem Forschungsteil partizipieren.
  • Es wird ökonomische Nachhaltigkeit angestrebt, d.h. das Projekt soll sich nach der Anschubfinanzierung selbst finanzieren

Hauptziele des Projekts:

1. Erwerb von fotografischen Fähigkeiten

2. Persönlichkeitsentwicklung durch Reflexion anhand von „Alltagsfotos“

3. Eröffnung von Verdienstmöglichkeiten durch kommerzie

lle Fotografie

4. Förderung der sozialen Integration

zu 1.

In einem ersten Schritt lernen die Beteiligten den Umgang mit einer Digitalkamera und die Gestaltung der Bilder auf dem Computer. Dies stellt die Vorraussetzung für die weiteren Schritte dar.

zu 2.

Im nächsten Schritt werden sie dazu angeregt, Aufnahmen in ihrer Lebenswelt zu machen, d.h. von ihren Eltern (so vorhanden), ihren Wohnverhältnissen, ihren Freunden, dem Kietz, in dem sie leben usw. Diese Aufnahmen dienen einerseits dazu, Prinzipien der Bildgestaltung zu vermitteln. Andererseits dienen sie der gemeinsamen Reflexion der Gruppe über ihre Lebenssituation, die Beziehungen zu Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn, über Konflikte, über behindernde und fördernde Bedingungen

ihres Lebens usw. Hierdurch wird die Möglichkeit geboten, über die eigene Position in der Lebenswelt nachzudenken, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und damit vielleicht auch neue und kreative Möglichkeiten im Umgang damit zu finden.

zu 3.

Ein anderer Typus von Aufnahmen soll kommerziellen Zwecken dienen. Die Fotos sollen beispielsweise zur Produktion von Postkarten, T-Shirts, Kalend

ern und laminierten Gebrauchsgegenständen und als fotografisches Angebot an Touristen, bei Feiern und Ereignissen wie Hochzeiten usw. verwendet werden. Hierdurch erhalten die Beteiligten eine finanzielle Alternative zum Betteln oder Stehlen.

zu 4.

Die soziale Integration wird auf unterschiedliche Weise gefördert. Durch die Reflexion der „Alltagsfotos“ wird die Beziehung zu den Mitgliedern der nahen und weiteren Lebenswelt bewusst und damit auch einer Neugestaltung zugänglich

gemacht. Der Umgang miteinander in der Gruppe und mit dem Team fördert ebenfalls die sozialen Kompetenzen und kann vom Team unterstützt werden.

Die kommerzielle Fotografie verlangt eine Perspektivenübernahme, d.h. ein Eindenken in die Sichtweisen und Wünsche der Kunden und einen angemessenen Umgang mit den Kunden. Hierdurch werden soziale Umgangsformen angeeignet, die für die Aufnahme einer späteren Berufstätigkeit von entscheidender Bedeutung sind.

Projektablauf

Das Projekt ist auf drei Ebenen konzipiert. Wichtigste Ebene ist die Praxisebene, auf der mit den Jugendlichen fotografisch gearbeitet wird. Die zweite Ebene wird durch eine partizipatorische Evaluation gebildet, durch die das Praxisprojekt kontinuierlich begleitet wird und die wissenschaftliche Ergebnisse über Ablauf und Erfolg des Projekts erbringen soll. Die dritte Ebene bildet die fotografische Dokumentation des ganze

n Ablaufs, die es ermöglichen soll, durch Ausstellungen in Argentinien und Deutschland eine breitere Öffentlichkeit über das Projekt zu informieren.

Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über den Projektablauf:

Im Folgenden sollen nur einige zentrale Punkte kurz beschrieben werden.

In den Planungsworkshops wird mit den Mitgliedern des Universitätsteams und den Mitgliedern eines Gemeindezentrums (CeAC), die selbst aus dem Einzugsgebiet stammen und schon viele Jahre Erfahrungen in der Selbst- und Fremdhilfe haben, das konkrete Vorgehen entwickelt.

Die Workshops enthalten folgende Teile

  1. Training in unterschiedlichen Aspekten der Fotografie (Aufnahmetechnik, Bildgestaltung am Computer, Reproduktionstechniken usw.) durch die Fotografin, Frau Bergold.
  2. Entwicklung von kind- und jugendgerechten Techniken, um die Reflexion anhand von Bildern anzuregen. Hier soll vor allem auf die langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung von Reflexionsspielen im Rahmen von Projektberatungen und systemischen Gruppentherapien von Prof. Fuks zurückgegriffen werden.
  3. Training in partizipativen Evaluationsstrategien und Entwicklung eines Evaluationsplanes, der möglichst alle Projektteilnehmer einbezieht. Hier liegen Erfahrungen von Prof. Bergold im Rahmen von Evaluationsprojekten vor.
  4. Gemeinsame Entwicklung des Projekts (Rekrutierungsstrategien, Zeitablauf, technische Möglichkeiten in Rosario zur Herstellung von bedruckten T-Shirts, Postkarten, laminierten Produkte, Verkaufsmöglichkeiten usw.). Dieser Teil wird auch im Verlauf des Projektes fortgesetzt werden.

Der Projektzusammenhang in Rosario

Das Projekt ist Teil eines größeren Projektzusammenhangs, der durch Mitarbeiter der Universität in der Stadt Rosario initiiert wurde. Bereits seit mehr als 17 Jahren sind Mitarbeiter der Universität in Rosario in einem Stadtteil tätig, in dem auch ein Teil der Universitätsgebäude liegen. Dieser Stadtteil ist durch die Schließung des Hafens verelendet. Außerdem grenzt er an ein Slumviertel, in dem Menschen aus dem Norden Argentiniens leben, die ihre Arbeit als Landarbeiter oder Arbeiter in Minen verloren haben. Sie leben in Hütten, die sie selbst aus Blech, Karton, Bauschutt usw. errichtet haben, manchmal gibt es Strom, meistens kein Wasser und keine sanitären Einrichtung.

Das CeAC "Centro de Asistencia a la Comunidad"

(siehe http://ceac-unr.blogspot.com)

Für diese beiden Gebiete haben die Mitarbeiter der Universität und Anwohner des Stadtteil gemeinsam ein Stadtteilzentrum aufgebaut. Das "CeAC" wird von einer Mitgliederversammlung verwaltet, an der Bürger aus dem Stadtteil und Universitätsmitglieder gleichberechtigt teilnehmen.

Das Zentrum gliedert sich in folgende Abteilungen:

  • Gesundheits - und Sozialzentrum: Hier werden unterschiedliche medizinische Hilfen angeboten, z. B. allgemein- und kinderärztliche Versorgung, Ernährungsberatung, Schwangerschaftsvorsorge und unterschiedliche Beratungsangebote wie Krisenintervention, psychotherapeutische Beratung, sozialarbeiterische Beratung, juristische Beratung.
  • Gemeindezentrum: Dort sind Projekte angesiedelt, die der Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil dienen sollen, z. B. Diskussionsgruppen, verschiedenartige Werk - und Arbeitsgruppen, Sportgruppen, Lerngruppen usw..
  • Ausbildungszentrum der Universität: In diesem Rahmen werden Studierende unterschiedlicher Fächer in der Praxis ausgebildet.

Personal:

Das Projekt wird kooperativ zwischen dem PIPF und dem CeAC durchgeführt.

Die Leitung erfolgt durch:

Mitarbeiter in Rosario:

Carina Lo Ré Corta <lo.re.corta@gmail.com> (Projektverantwortliche)

Melina Baracco <melinabaracco@gmail.com> (Verantwortliche für Forschung)

Fabian Fraquelli <fabian1082@yahoo.com.ar> (Verantwortlicher für Fotografie)


Beratung und Unterstützung:

Prof. em. Dr. Jarg Bergold, (Klinische Psychologie und Gemeindepsychologie, Berlin)

Ulrike Bergold, Fotografin (Abschluss an der Staatl. Lehranstalt für Fotografie in München, Berlin)

Prof. Dr. Saul Fuks, (Klinische Psychologie, Rosario)



[1] Eine kurze Beschreibung erfolgt am Ende der Darstellung

[2] Durchführung erfolgt durch das „Institut für psychosoziale Innovationen durch Praxis und Forschung“ (PIPF) in der INA