Diese Frage ist uns schon öfters gestellt worden. Wenn man die Bilder der Jugendlichen ansieht, hat man nicht den Eindruck, als ob sie aus armen Verhältnissen kommen. Sie sehen aus wie die Jugendlichen von nebenan.
Dazu muss man wissen, dass in Argentinien - ähnlich wie in Chile - die Menschen aus den Armenvierteln sich immer sauber und anständig anziehen, wenn sie in die Stadt gehen. Bei den Jugendlichen sorgen die Mütter dafür. Man sieht in diesen Ländern die Armut fast nicht. Das ist z.B. in Peru oder Bolivien ganz anders. Dort kann man die Armut nicht übersehen.
Unsere Jugendlichen stammen aus der "Villa miseria", die von Griselda, der Sozialarbeiterin, fotografiert worden ist. Es sind allerdings nicht die Wohnungen der Jugendlichen. Wir hoffen, dass wir von dort direkt von den Jugendlichen Fotos bekommen werden. Wahrscheinlich werden die Wohnungen etwas besser aussehen, weil z.B. der dritte Mann einer Mutter ein erfolgreicher Einbrecher ist. Er sitzt jetzt zwar im Gefängnis, aber die Mutter hat die Waren sofort in Geld umgesetzt und damit die Wohnung eingerichtet.
22. Dezember 2006
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